Donnerstag, 9. September 2010

08.06.2010

Nun wird am Dutzendteich aufgeräumt

Einen Tag nach dem Ende von „Rock im Park“ werden nun die Spuren des Musikfestivals beseitigt.

Am Montag um 12 Uhr haben die letz­ten der 65.000 Camper das Gelände rund um den Dutzendteich verlassen, sagte Wolfgang Thiel vom Veranstal­ter Argo-Konzerte. Am Nachmittag sei schon der Luitpoldhain gereinigt gewesen. Bei der Müllbeseitigung arbeitet sich die Reinigungsfirma bis Donnerstag von außen nach innen, um die Belastung für die Anwohner so schnell wie möglich zu minimieren.

„Wir werden auch in diesem Jahr den Teich nach Müll absuchen“, so Thiel. Im Winter – wenn das Wasser abgelassen wird – kommt noch einmal ein Team vorbei, um die letzten Reste zu beseitigen. Insgesamt sei weniger Müll hinterlassen worden. Den Rasen, der besonders vor den Bühnen gelit­ten hat, wird eine Gartenbaufirma her­richten. Die Kosten für die Reinigung als auch für die Revitalisierung der Grünflächen trägt der Veranstalter.

Wie berichtet, zeigten sich auch die Rettungskräfte zufrieden. Insgesamt seien 2800 Sanitätsdienstleistungen erbracht worden, sagte Walter Meyer vom BRK. Im Jahr 2009 verzeichneten die Helfer 2923 Einsätze, damit sei 2010 ein Rückgang feststellbar, so Meyer. Vor allem, wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr vier statt drei Tage lang gerockt wurde. Meyer weist indes Berichte eines Nachrichtensen­ders zurück, wonach ein Besucher ges­tern Abend von einem Blitz getroffen worden sei. „Das ist eine Ente. In Nürnberg hat es nicht mal gewittert.“ Die Polizei registrierte bis gestern 220 Straftaten, darunter 115 Dieb­stähle (2009 waren es 90). Davon wa­ren 55 Taschendiebstähle. Zwei mut­maßliche Diebe, 20 und 18 Jahre alt, wurden festgenommen. 32 Besucher erhielten ein Festivalverbot. Das Fundbüro bearbeitete 700 Fundsa­chen, 100 mehr als 2009.

Das Bürgertelefon nahm an den vier Tagen 84 Beschwerden über Lärm, zwei über Absperrungen und zwei über Falschparker entgegen. Von den 84 Lärm-Beschwerden kamen nur sechs aus dem Bereich Dutzendteich, sagte Peter Murrmann, Leiter des Bür­germeisteramts, die meisten kamen aus Langwasser. Es habe aber zu kei­ner Zeit eine Überschreitung der Dezi­bel- Grenzwerte gegeben. „Ein Sach­verständiger sagte uns, bei vergleich­baren Festivals gebe es nie unter 140 Beschwerden. Damit steht Nürnberg mit 88 Anrufen sehr gut da.“

Das nächste Festival findet vom 3.bis 5. Juni 2011 statt.

Claudia Urbasek, Nürnberger Zeitung
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